Winterthur wird kulturell diskriminiert

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Winterthur wird kulturell diskriminiert

Rechtskonsulent Stadt Wallisellen, Kantonsrat und Stadtratskandidat Winterthur

Kantonale Kulturpolitik erfolgt über Beiträge, generell aus dem Finanzausgleich und konkret mittels Beiträge für einzelne Angebote und Projekte. Wobei nur die Städte Zürich und Winterthur Kulturbeiträge aus dem Zentrumslastenausgleich erhalten. Es lohnt sich, genauer hinzuschauen:


Winterthur erhält 3.3% und Zürich 24.7% des kantonalen Kuchens, wobei zudem über 50% des Kuchens ans Opernhaus Zürich fliessen und einzelne Angebote aus Winterthur noch konkret unterstützt werden. Allein schon die Kulturbeiträge aus dem Zentrumslastenausgleich werden disproportional auf Zürich und Winterthur verteilt:


Pro Kopf erhält die Kulturstadt Winterthur halb so viel wie Zürich. Winterthur wird kulturell diskriminiert. Und das ist spürbar. Die Mittel aus dem Stadthaushalt für ein vielfältiges und bevölkerungsnahes Kulturangebot sind und bleiben knapp, der Bedarf für eine lebendige Kulturstadt jedoch ist ausgewiesen.


Der Stadtrat hat es nicht geschafft, sich beim Kanton genügend Gehör zu verschaffen, obwohl drei Mitglieder des Regierungsrates aus Winterthur sind. Er wird sich jedoch positionieren müssen, kommt doch – ob es uns passt oder nicht – der Zentrumslastenausgleich absehbar auf das politische Parkett. Man hat es in der Vergangenheit verpasst, den Zentrumstopf mit nachvollziehbaren und für die Städte gleichen und fairen Kriterien zu untermauern. Winterthur wird selbstbewusst in die Offensive gehen müssen. Aufbruch ist also gefragt, wozu ich – mit Ihrer Wahl am 8. März 2026 – im Team Stadtrat gerne meinen Beitragleisten werde.


Urs Glättli                            


GLP-Kantonsrat, Mitglied der Kommission für Bildung und Kultur, Winterthur