Grünliberale fordern einen räumlichen Befreiungsschlag im Stadtraum Bahnhof

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Grünliberale fordern einen räumlichen Befreiungsschlag im Stadtraum Bahnhof

 

Annetta Steiner Co-Präsidentin GLP Winterthur präsentiert die «Winti-Highline»:

Die Stadt Winterthur hat erst kürzlich die Testplanung für den Stadtraum Bahnhof lanciert. Die Grünliberalen begrüssen den Einbezug der Bevölkerung, hätten dies allerdings schon zum Zeitpunkt der Vorentscheidung für einen Sackbahnhof erwartet. Unabhängig davon erhoffen sich die Grünliberalen von den Planungsteams angesichts der bereits heute engen Platzverhältnisse einen Befreiungsschlag und fordern eine sogenannte «Winti-Highline».

 

In den nächsten Jahren soll der Verkehr gemäss Richtplan vom motorisierten Individualverkehr (MIV) massiv auf den ÖV und den Langsamverkehr verlagert werden. Bereits heute sind aber die Platzverhältnisse für diese Verkehrsträger im Raum Hauptbahnhof sehr prekär. Die Grünliberalen fordern deshalb anstelle von lediglich kleinen neuen Brücken eine Highline vom Spital bis zur Vogelsangstrasse für den Fuss- und Veloverkehr.

Während die Ost-West-Verbindung mit der Eröffnung der Unterführung für den Veloverkehr realisiert wurde, gibt es keine adäquate Nord-Süd-Verbindung. Auf der einen Gleisseite ist diese durch den Busbahnhof mit Velofahrverbot unterbrochen, und auf der andern Seite verhindert der Mischverkehr auf der bereits heute schmalen Rudolfstrasse ein befriedigendes Fortkommen.

Für einen attraktiven Fuss- und Veloverkehr braucht es Entflechtung. Andere Städte Europas beweisen, dass attraktive und sichere Routen für die Förderung des Veloverkehrs das beste Mittel sind. Eine Highline ermöglicht eine attraktive Nord-Süd-Verbindung im Stadtraum Bahnhof, eine sichere Erreichbarkeit des Bahnhofs und des Stadtzentrums aus den wichtigen Quartieren (Vogelsang, Veltheim, Rosenberg und Rychenberg) sowie eine Verkürzung der Wege von publikumsintensiven Nutzungen wie Spital und Kantonsschulen. Zudem erlaubt sie die Integration attraktiver zusätzlicher Veloabstellplätze in die Perrondächer, ohne den öffentlichen Raum um den Bahnhof unnötig zu verstellen.

Sowohl auf der Nord- wie auf der Südseite der Highline werden grosse Entwicklungen mit Hochhäusern angestossen. Während für das Lindareal schon Vorschläge vorliegen, sind beim Salzhaus erst Ideen im Rahmen des Sackbahnhofs vorhanden. Ebenfalls ist ein Gestaltungsplan von Seiten der Siska in Bearbeitung, welcher eine neue Erschliessung zum Bahnhof vorsieht. Diese Arealentwicklungen sind nun entsprechend mit der Highline in Verbindung zu bringen. Im Rahmen der Mehrwertabschöpfung kann so auch ein Teil der neuen Querung finanziert werden.

Die insgesamt günstigste Fortbewegungsform ist der Langsamverkehr. Während der ÖV jährlich subventioniert werden muss, sind Investitionen in den Fuss- und Veloverkehr einmalig und die Unterhaltskosten gering. Entsprechend rechnen wir mit kreativen Vorschlägen von Seiten der Planungsteams für ein zukunftsfähiges Stadtzentrum. Die Grünliberalen werden sich in den Echoräumen entsprechend einbringen.