Frau Marazzi, was sind Ihre Ziele im Stadtparlament, falls Sie gewählt werden?
Mir sind lebendige Quartiere, Chancengleichheit und Vereinbarkeit sowie eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung wichtig. Quartiere sollen stärker in politische Entscheide einbezogen, der öffentliche Verkehr gezielt gestärkt und die Töss als sicherer Naherholungsraum weiterentwickelt werden. Am Herzen liegt mir zudem eine starke Wirtschaft. In der Standortföderung sehe ich grosses Potenzial.
Warum Standortförderung?
Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, bringen Menschen nach Winterthur und zahlen Steuern. Das fördert Lebensqualität. Damit Standortförderung wirkt, braucht es klare Ziele, die richtige Kommunikation gegenüber den Zielgruppen und eine transparente Wirkungsmessung mit Kennzahlen. Entscheidend ist zudem der kontinuierliche Austausch mit bestehenden, potenziellen und auch weggezogenen Unternehmen. Da Winterthur kaum freie Wirtschaftsflächen hat, müssen bestehende Areale wie z.B. das Vitus Areal strategisch weiterentwickelt werden und einfach erreichbar sein.
Welche Rolle spielen Bildung und Innovation?
Eine Schlüsselrolle. Die ZHAW verfügt über grosses Know-how in Digitalisierung, nachhaltigen Technologien und Gesundheit. Dieses Wissen muss stärker mit Wirtschaft und Stadt vernetzt werden, damit mehr Absolventinnen und Absolventen in Winterthur ihre Firma gründen und bleiben. Deshalb setze ich mich für eine aktive Standortpolitik ein, die zuhört, verbindet und Winterthur langfristig stärkt.
Danja Marazzi, GLP Kandidatin Stadtparlament