Frau Holderegger, seit mehreren Jahren setzen Sie sich für die Bildung und Schulen in Winterthur ein. Was ist Ihnen daran so wichtig?
Beide Themen sind für Winterthur zentral. Bildung ermöglicht unseren Kindern und Jugendlichen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln, sich Wissen und Fähigkeiten anzueignen, sie zur Verantwortungsübernahme zu befähigen sowie die Teilhabe an unserer Gesellschaft.
Welche Herausforderungen sehen Sie konkret? Den Schulen stellen sich viele Probleme: Zu nennen sind der Fachkräftemangel und die steigende Belastung der Lehrpersonen. Die Schule hat primär einen Bildungsauftrag; Erziehung ist Sache der Eltern. Eine grosse finanzielle Schwierigkeit ist die Bereitstellung von genügend Schulraum. Auch die steigende Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die den Unterricht stören, aber keine diagnostizierte Lernbehinderung oder einen Sonderschulstatus haben, ist ein grosses Problem, das Eltern beschäftigt. Jede:r hat ein Recht auf Bildung, aber auch auf möglichst ungestörten Unterricht.
Was tun Sie als Stadtparlamentarierin konkret? Ich habe zu diesen Themen Vorstösse (mit-)eingereicht, z.B. zum Umgang mit störenden Schüler:innen, und die Erhöhung der Stellenprozente für die Leitungen Bildung als Schlüsselfunktion für die Schulen initiiert.