Scheinüberschuss statt Substanz – Warum das Budget 2026 Sorgen bereitet

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Scheinüberschuss statt Substanz – Warum das Budget 2026 Sorgen bereitet

Scheinüberschuss statt Substanz – Warum das Budget 2026 Sorgen bereitet

Scheinüberschuss statt Substanz – Warum das Budget 2026 Sorgen bereitet

Als langjähriges Mitglied des Stadtparlaments  und der Aufsichtskommission habe ich das Budget 2026 mit Sorge zur Kenntnis genommen. Der ausgewiesene Ertragsüberschuss von 113,8 Millionen Franken wirkt auf den ersten Blick erfreulich. Doch dieser Überschuss basiert fast ausschliesslich auf einem einmaligen Buchgewinn aus der Neubewertung von Liegenschaften. Das operative Ergebnis hingegen ist tiefrot. Ein Defizit von 26,5 Millionen Franken zeigt deutlich, dass die laufenden Einnahmen die stetig steigenden Ausgaben nicht mehr decken.

Für mich ist klar. Eine nachhaltige Finanzpolitik darf sich nicht auf Sondereffekte verlassen. Bildung, Soziales und Pflege sind zentrale Aufgaben, die ehrlich und generationengerecht finanziert werden müssen. Wenn ausserordentliche Effekte zur Regel werden, verlieren wir den Blick für die strukturellen Herausforderungen für Winterthur. Es braucht klare Prioritäten und gezielte Investitionen in die Zukunft wie etwa in Klima und Digitalisierung, ohne dabei die finanzielle Stabilität zu gefährden.

Statt Euphorie braucht es jetzt Transparenz und den Mut, die Probleme offen zu benennen. Nur wer ehrlich bilanziert, kann auch nachhaltig gestalten.

Samuel Kocher

Stadtparlamentarier GLP